Garagenzulieferer: Die Unsicherheit bleibt

Swiss Automotive Aftermarket SAA

Garagenzulieferer: Die Unsicherheit bleibt

10. Mai 2021 agvs-upsa.ch – Die Garagenzulieferbranche ist weniger stark von der zweiten Pandemiewelle betroffen als befürchtet, trotzdem gibt das Coronavirus auch in diesem Jahr der Garagenzulieferbranche das Tempo vor.

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Archivfoto: Banner

pd. Die Beschäftigungslage im 1. Quartal 2021 bestätigt, dass die Ende Dezember beschlossenen und im Januar verschärften Massnahmen zur Viruseindämmung nicht spurlos an den Garagenzulieferern vorüber gingen. Die Einschätzungen für das 2. Quartal 2021 stimmen gemäss einer Mitteilung des Swiss Automotive Aftermarket Verbands (SAA) optimistisch, zumal die Lockerung der Corona-Massnahmen eine Erholung versprechen. Trotzdem herrscht eine grosse Unsicherheit über den Pandemieverlauf, was sich auf die derzeitigen Konjunkturprognosen ausstrahlen könnte.

Eine Umfrage zeigt, dass sich die Beschäftigungslage für 11 Prozent der SAA-Mitglieder weiterhin als schlecht präsentiert (Vorquartal 7%). Für die Mehrheit der SAA-Mitglieder, es sind 68 Prozent (VQ 55%) ist das aktuelle Beschäftigungsniveau befriedigend und nur noch für 22 Prozent (VQ 38%) gut.

Mehr als ein Drittel der Firmen meldet mit 38 Prozent (VQ 29%) einen guten Umsatz. Für die Mehrheit der Teilnehmenden, es sind 59 Prozent (VQ 62%) ist er befriedigend geblieben und nur noch 3 Prozent (VQ 10%) melden einen schlechteren Umsatz.

Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich bei der Ertragslage der Unternehmen ab. 73 Prozent (VQ 69%) stufen sie als befriedigend, 24% unverändert als gut und 3% (VQ 7%) als schlecht ein.

Trend-Prognose 
Die Werte der Trend-Prognose stimmen für das 2. Quartal 2021 zuversichtlich. Insbesondere bei der Beschäftigungslage macht sich ein Aufwärtstrend deutlich bemerkbar. Von einer besseren Beschäftigungslage gehen neu 41 Prozent (Vorquartal 12%) der SAA-Mitglieder aus, von einer gleichbleibenden 57 Prozent (VQ 71%) und nur noch 3 Prozent (VQ 17%) von einer schlechteren. 

Auch die Zahlen im Personalbestand entwickeln sich optimistisch. So gehen 24 Prozent (VQ 12%) der Firmen von einem zunehmenden Personalbestand aus. Trotzdem haben noch immer 19 Prozent  (VQ 14%) der Meldenden Kurzarbeit eingeführt oder geplant. Dies deutet darauf hin, dass die Lockerung der Corona-Massnahmen zwar optimistisch stimmen, aber die Unsicherheit gross bleibt. 

Der Kostentrend im Personalbereich steht in Korrelation mit dem Personalbestand: 73 Prozent (VQ 57%) der Unternehmen rechnen mit gleichbleibenden und gar 27 Prozent (VQ 14%) mit höheren Kosten. Kein einziges Unternehmen rechnet mit sinkenden Kosten, was daraus schliessen lässt, dass der Bedarf an Personal wieder zunimmt oder die Kurzarbeit reduziert oder ganz eingestellt wird. 

Nicht überraschend, aber doch bemerkenswert ist der erwartete Kostentrend im Materialbereich: Auffallende 78 Prozent (VQ 48%) der SAA-Mitglieder rechnen mit steigenden Kosten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Rohstoffpreise seit Jahresbeginn viel teurer geworden sind. Die Ursache wird in der temporären Knappheit vieler Rohstoffe gesehen. Parallel dazu laufen wieder viele Volkswirtschaften auf Hochtouren, was die Nachfrage aktiviert, aber auf Engpässe in der Logistik und zurückgefahrene Rohstoffförderung trifft. Bei der See- und Luftfracht ist womöglich mit horrenden Preisanstiegen zu rechnen.
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