Auto- und Nutzfahrzeugberufe haben Zukunft

19. Juli 2019 agvs-upsa.ch – Der AGVS ist Patronatspartner der Transport-CH vom 14. bis 17. November in Bern. In der Bernexpo werden die Schweizer Garagisten ihr vielfältiges Bildungsprogramm präsentieren. Olivier Maeder, in der AGVS-Geschäftsleitung für den Bereich Bildung verantwortlich, äusserte sich auf der Website der Transport-CH in einem Blog über die Chancen einer Berufsbildung im Schweizer Autogewerbe.

«Vielfältige Veränderungen bei der individuellen Mobilität beinhalten Herausforderungen, welche die Auto- und Nutzfahrzeugbranche für Berufsleute spannend und attraktiv machen.

Immer mehr Menschen und Waren sind auf unseren Strassen unterwegs. Darum steigt die Zahl der Fahrzeuge, die verkauft, repariert und gewartet werden. Die Kunden erwarten eine tadellose Beratung, optimale Dienstleistungen und eine qualitativ hochwertige Arbeit. Um diese verantwortungs- und anspruchsvollen Aufgaben zu bewältigen, braucht die Auto- und Nutzfahrzeugbranche junge, motivierte Leute. Jährlich beginnen ca. 3’000 Lernende eine Berufslehre im Auto- und Nutzfahrzeuggewerbe.

Die beliebtesten Grundbildungen bei den Autoberufen sind der Automobil-Fachmann/-Fachfrau (Dauer 3 Jahre) und der Automobil-Mechatroniker/in EFZ (Dauer 4 Jahre). Beide werden in den Fachrichtungen Personenwagen und Nutzfahrzeuge angeboten. Die Autoberufe sind für Frauen und Männer geeignet. Deshalb unternimmt der AGVS in der Nachwuchswerbung viel, um auch Frauen das Interesse für die Autoberufe zu wecken und eine Karriere im Auto- und Nutzfahrzeugbranche zu starten.

Die technische Entwicklung wird weiterhin rasant verlaufen. Der Anteil an Elektro- und Hybridfahrzeugen sowie Fahrzeugen mit Brennstoffzellenantrieb wird zunehmen. Fahrassistenzsysteme kommen immer mehr zum Einsatz und werden bald ein teilweise autonomes Fahren ermöglichen.

Diese technischen Entwicklungen werden systematisch in die technischen Grundbildungen integriert. So beinhaltet die Ausbildung zum Automobil-Mechatroniker/in neu Kompetenzen in den Bereichen Elektro-, Hybrid und alternative Antriebe wie auch die Kompetenzen im Bereich der Fahrassistenzsysteme.

Die Weiterbildungspalette mit Berufsprüfungen und der höheren Fachprüfung bieten Zukunftsperspektiven mit interessanten Karrieremöglichkeiten. Für Automobil-Mechatroniker und -Mechatronikerinnen führt der Weg häufig über die Berufsprüfung (BP) Automobildiagnostiker/in für Herausforderungen als technische Spezialisten in der Werkstatt. Andere spezialisieren sich in den Fachgebieten «Leitung und Organisation» und werden Werkstattchef. Dazu bietet der AGVS die Berufsprüfung zum Automobil-Werkstattkoordinator/in an.

Zu den beiden Lehrgängen Kundendienst- und Automobil-/Nutzfahrzeugverkaufsberater/in ist die Zulassung ohne technische Grundbildung möglich, d.h. diese Weiterbildungen stehen auch Personen offen, die z.B. eine Lehre im Detailhandel oder im kaufmännischen Bereich abgeschlossen haben. Beliebt ist zudem die Unternehmerausbildung zum «Betriebswirt/in im Automobilgewerbe», welche mit der höheren Fachprüfung (HFP) endet und zur Führung einer Abteilung oder eines Betriebes ideale Voraussetzungen schafft.

Das Mobilitätsverhalten wird noch vielfältiger, so gewinnt beispielsweise das Carsharing an Bedeutung. Künftig erwartet deshalb die Kundschaft von einer Garage nicht einfach Wartungsdienste oder Reparaturarbeiten, sondern sieht im modernen Garagisten einen Mobilitätsdienstleister, der moderne Mobilitätsdienste in vielfältiger Art und Weise anbietet.»

Olivier Maeder, AGVS-Geschäftsleitung

Weitere Informationen unter: www.transport-ch.com
 
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