Die Lerndokumentation bietet eine Übersicht über den Bildungsverlauf und zeigt sowohl das Berufsinteresse als auch das persönliche Engagement der Lernenden. Gemäss Artikel 12 der Bildungsverordnung sind die Lernenden verpflichtet, eine Lerndokumentation zu führen.
Die Berufsbildnerinnen und Berufsbildner unterstützen die Lernenden bei der Planung der Lerndokumentation und gewähren die benötigte Zeit im Betrieb zur Dokumentation und Datenbeschaffung. Sie kontrollieren gemäss Artikel 12 der Bildungsverordnung die Einträge mindestens einmal pro Semester, überprüfen diese auf fachliche Richtigkeit und besprechen sie mit den Lernenden. Falls nötig, ermutigen sie die Lernenden, die Einträge anschliessend zu verbessern.
Die Lerndokumentation kann im Qualifikationsverfahren als Hilfsmittel für die vorgegebene praktische Arbeit verwendet werden und unterstützt bei der Auswahl und Vorbereitung auf das Fachgespräch.
Nutzen der Lerndokumentation
Die Lerndokumentation …
gibt einen Überblick über das bereits Gelernte.
dient als persönliches Nachschlagewerk und zeigt das Engagement der Lernenden.
begleitet die Lernenden beim selbstständigen Lernen.
hilft, Inhalte aus Berufsfachschule und üK mit den Arbeiten im Betrieb zu verknüpfen.
gibt Sicherheit, dass die erforderlichen Handlungskompetenzen erworben werden.
Anleitung zum Führen der Lerndokumentation
Beook Plattform: Video-Tutorial und Benutzerhandbuch
Isyflow: Nutzung in die Betriebliche Plattform integriert
Leitfaden auf www.autoberufe.ch (Formular oder Ausdruck)
Rollen und Zusammenarbeit
Der Lehrbetrieb
Der Lernende / die Lernende
Die Berufsfachschule
…gibt während der Arbeitszeit genügend Zeit für:
Informationsbeschaffung
Fotos / Bilder
Notizen
… nimmt sich ausserhalb von Betrieb, Berufsfachschule
und üK genügend Zeit für:
Ergänzungen
Korrekturen
Feinarbeit
- übt mit den Lernenden das Schreiben von Texten
- nutzt Lernberichte ggf., um den Praxisbezug zu stärken.
Anzahl Lerndokumentationseinträge
Die Lernenden erarbeiten mindestens 4 Lerndokumentationseinträge pro Ausbildungsjahr. Die Handlungskompetenzbereiche (HKB 1,2,3 usw.) die zur Auswahl stehen, sollen mindestens einmal abgedeckt sein.
Planung und Auswahl der Lerndokumentationseinträge
Die Lernenden oder der Ausbildner wählen die Lerndokumentationseinträge anhand der Auswahlliste aus. Die Lernenden bearbeiten diese mithilfe der Vorlage. Die Einträge sind jeweils einem Lehrjahr zugeordnet. Diese Zuteilung dient als Empfehlung. Die Einträge können auch in anderen Lehrjahren weiterbearbeitet oder ergänzt werden.
Für die Planung empfiehlt es sich, das Ausbildungsprogramm «Alle Lernorte» zu berücksichtigen. Dabei sollen die Leistungsziele aus Betrieb, Berufsfachschule und üK miteinander verknüpft werden.
Jede Vorlage enthält Aufgabenstellungen zu den Handlungskompetenzen aus dem Bildungsplan. Die Lernenden bearbeiten diese vollständig. Der Berufsbildner oder die Berufsbildnerin beurteilt, ob die Aufgaben vollständig und fachlich korrekt ausgeführt wurden.
Vorlage Lerndokumentation und Beispiel erstellte Lerndokumentation: